Dickdarmchirurgie

Gallensteine-Reflux-Hernien-Spezialist-1030-Wien-Dr-Christoph-SperkerBei den Erkrankungen des Dickdarmes muss man zwischen beiden größten Erkrankungsgruppen unterscheiden:

den gutartigen (benign) Erkrankungen wie der Divertikulose und der Divertikulitis und den bösartigen Erkrankungen wie dem Colonkarzinom und dem Rektumkarzinom, der Einfachheit halber oft auch nur als Darmkrebs bezeichnet.

Bei der gutartigen Divertikulose handelt es sich um etwa erbsengroße Ausstülpungen der Dickdarmwand. In diese können sich Stuhlreste ansammeln und zur Entzündung, einer Divertikulitis, führen. Die Symptome dafür sind üblicherweise Schmerzen hauptsächlich im linken Unterbauch und Stuhlverstopfung. Die Dickdarmdivertikulose tritt in erster Linie im s-förmigen Dickdarm (Sigma) auf. In den meisten Fällen ist eine konservative Therapie (Infusionen, Antibiotika) zielführend.

Darm Anatomie

Aufbau des Darms

In anderen Fällen, insbesondere bei Komplikation wie Perforation, also Durchbruch der Darmwand mit Bauchfellentzündung oder Blutung, ist ein operatives Vorgehen notwendig. Ebenso bei Darmverengung (Stenose) sowie beim Wiederauftreten der Symptome, einer rezidivierende Divertikulitis also. In der Regel genügt eine chirurgische Entfernung des befallenen Darmabschnittes (Sigmaresektion). Bei Darmdurchbruch und Peritonitis (Bauchfellentzündung) ist oft ein künstlicher Darmausgang notwendig. In den meisten Fällen von Sigmadivertikulitis kann die laparoskopische Operation angewendet werden. Die Divertikulitis stellt an sich ein sehr häufiges und gutartiges Leiden dar. Treten aber oben genannte Komplikationen auf, dann besteht mitunter Lebensgefahr!

Darmkrebs

Das kolorektale Karzinom ist die zweithäufigste Malignomtodesursache, sowohl bei Männern, als auch bei Frauen. Die Entstehung dieser Erkrankung hängt mit ungesunden Ernährungsgewohnheiten der Zivilisationsgesellschaft zusammen, wie hoher Fettgehalt oder wenigen Ballaststoffen. Bei 10% aller Darmkrebs-Fälle liegt eine genetisch bedingte Vererbung vor.

Am wichtigsten ist die Vorsorgekoloskopie (Darmspiegelung). Diese sollte ab dem 50. Lebensjahr als Prophylaxe alle 5-10 Jahre durchgeführt werden. Doch auch wenn Sie noch jünger sind, sollten Sie bei geringstem Verdacht, wie Blut am oder im Stuhl sowie Änderung der Stuhlgewohnheiten, eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchführen lassen. Mit der Koloskopie können Karzinom-Vorstufen, sogenannte Polypen, entfernt werden. Dies reduziert die Häufigkeit des Darmkrebses maßgeblich und halbiert nachweislich die Sterblichkeitsrate. Polypen machen sich durch Blutung bemerkbar, daher können sie auch durch Stuhluntersuchung auf Blut (Hämocculttest) festgestellt werden. Risikofaktoren für das Entstehen eines Colonkarzinoms sind Colitis ulcerosa sowie familiär bedingte Polyperkrankungen.

Darm Anatomie

Aufbau des Darms

Ergänzende Untersuchungen sind beim gesicherten Karzinom notwendig, um das Stadium der Erkrankung abzuschätzen und um den Einsatz multimodaler Therapiekonzepte (Radiotherapie, Chemotherapie) bei fortgeschrittener Erkrankung mit dem Ziel, die Chancen für eine kurative Operation zu verbessern:

  • Computertomographie von Abdomen und Thorax, zur Evaluierung der Metastasenfreiheit (Staging). Bei unklarem Befund ist ein ergänzendes MRT der Leber sinnvoll.
  • Bestimmung von Tumormarkern (CEA, CA 19-9, bei Metastasierung auch RAS-Status)
  • MRT des Beckens: beim Rektumkarzinom, zur Abschätzung der lokalen Ausbreitung und des Befalls lokaler Lymphknoten (Staging)
  • Endorektalsonographie: gleiche Indikation wie MRT, allerdings weniger aussagekräftig im oberen Rektumdrittel, jedoch besser bei z.B. Hüftprothesen, da diese die Beurteilbarkeit eines MRTs einschränken können

Grundsätzlich ist die chirurgische radikale Resektion die einzige kurative Therapie des kolorektalen Karzinoms. Die kurative Resektion erfordert einerseits die komplette Entfernung des Tumors in toto – eventuell unter Mitentfernung adhärenter Organe (sog. multiviszerale Resektion) – ohne Eröffnung desselben, andererseits die Unterbindung des Lymphabflussstromes durch en-bloc-Lymphknotenentfernung und abgangnahes Absetzen der Gefäße in no touch technique mit vorerst Ligatur der Gefäße (und evtl. Ligatur des Darmes distal und prox. des Tumors) und im Anschluß Darmresektion, um eine Aussaht zu verhindern. Aber auch bei vor dem Eingriff bestehender Aussaat des Tumors in andere Organe oder die Lymphknoten werden heute neue Therapien angewandt, die teilweise zu Chemotherapie und/oder Bestrahlungstherapie bereits vor der Operation führen. Ab Stadium III sollte postoperativ jedenfalls eine Chemotherapie verabreicht werden. Alle Patienten und deren Befunde werden von mir immer mit meinen Partner aus Onkologie, Radiologie, Pathologie, Anästhesie und Innerer Medizin im sogenannten „interdisziplinären Tumorboard“ besprochen und eine gemeinsame Therapiestrategie, welche den aktuellen Ergebnissen der Wissenschaft und Forschung entspricht, wird festgelegt. Selbstverständlich begleite ich Sie dann auch auf dem „nicht-chirurgische“ Teil Ihrer Therapie und stehe Ihnen als Ihr „Case-Manager“ als Ansprechpartner zu Verfügung.

Die Bösartigkeit von Krebserkrankungen zeigt sich leider durch das Wiederauftreten der Erkrankung. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle nach einem Nachsorgeschema – alle 3 Monate im ersten Jahr – notwendig. Dabei werden Blutproben entnommen, Ultraschalluntersuchungen und Koloskopien durchgeführt. Die 5-Jahres-Überlebensrate kann durch ein entsprechendes Nachsorge-Programm auf bis zu 100% verbessert werden. Die Nachsorgeuntersuchungen und Intervalle werden nach internationalen Kriterien vorgenommen.

Häufig gestellte Fragen:

Die Symptome von Darmkrebs können sehr unterschiedlich sein und zumindest am Beginn der Erkrankung fehlen Beschwerden fast vollständig. Typische Symptome umfassen aber Blut im/am Stuhl, Blutarmut, Verstopfungen (sog. Bleistiftstühle), aber auch sogenannte paradoxe Durchfälle (dh. Verstopfung und Durchfall im häufigen Wechsel)

Am wichtigsten ist daher die Vorsorgekoloskopie (Darmspiegelung). Diese sollte ab dem 50. Lebensjahr als Prophylaxe alle 5-10 Jahre durchgeführt werden. Doch auch wenn Sie noch jünger sind, sollten Sie bei geringstem Verdacht, wie Blut am oder im Stuhl sowie Änderung der Stuhlgewohnheiten, eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchführen lassen. Mit der Koloskopie können Karzinom-Vorstufen, sogenannte Polypen, entfernt werden. Dies reduziert die Häufigkeit des Darmkrebses maßgeblich und halbiert nachweislich die Sterblichkeitsrate. Polypen machen sich durch Blutung bemerkbar, daher können sie auch durch Stuhluntersuchung auf Blut (Hämocculttest) festgestellt werden. Risikofaktoren für das Entstehen eines Colonkarzinoms sind Colitis ulcerosa sowie familiär bedingte Polyperkrankungen.

Heutzutage sind die Überlebenschancen bei Darmkrebs sehr gut. In frühen Stafien betragen die Heilungsraten bis zu 100%. Dafür ist es aber notwendig, den Tumor so früh wie möglich zu erkennen. Das wichtigste Instrument dabei ist die Vorsorgekoloskopie. Diese sollte ab dem 50. Lebensjahr durchgeführt werden, bei positiver Familienanamnese oder Beschwerden aber auch davor.

Divertikel sind Ausstülpung der Darmschleimhaut durch die Darmwand. Diese entstehen im Laufe der Zeit vor allem durch starkes Pressen beim Stuhlgang. Diese Ausstülpungen können sich dann entzünden. Dann spricht man von Divertikulitis.

Die Schmerzen im Rahmen einer Divertikulitis finden sich vor allem im linken Unterbauch, da zumeist das Colon Sigmoideum davon betroffen ist. Je nach Auspärgung der Entzündung reicht das Spektrum der Schmerzen von einem leichten Ziehen bis hin zu stärksten Beschwerden bei massiver Entzündung oder Perforation. Dann ist auch meist eine Notoperation notwendig.

Die Behandlung der Divertikulitis erfolgt in den meisten Fällen primär antibiotisch mittels Tabletten bzw. in schwereren Fällen auch intravenös. Akutoperation eerden nur im Falle von Dickdarmperforationen durchgeführt. Für eine endgültige Behandlung der Divertikelerkrankung ist häufig eine Entfernung des betroffenen Dickdarmabschnittes notwendig. Dies kann fast immer laparoskopisch erfolgen.

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